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Hasborner Mühle

Aus unserer Historie erzählt

 

Mühlenstruktur im Saarland

Von über 150 Mühlen nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich deren Anzahl im Saarland stark dezimiert, auf heute nunmehr 4. Dies verdeutlicht den gewaltigen Umbruch in der Branche, der sich im letzten halben Jahrhundert abgespielt hat.

Bei uns wurden die Zeichen der Zeit früh erkannt. Der Betrieb wurde zu einem modernen Unternehmen um- und ausgebaut.

So konnten wir trotz dieser für Mühlen schwierigen Entwicklung, die kleine und mittlere Betriebe wie unser Familienunternehmen nicht begünstigt hat, bestehen.

Kurzer Einblick in die Unternehmensgeschichte

Die Hasborner Mühle existiert wohl schon seit Entstehung des Dorfes. Durch Erwähnungen von Flurnamen in alten Dokumenten, kann man dies sicher behaupten. Nach Zerstörung im 30-jährigen Krieg wurde sie 1702 wieder aufgebaut. Seither ist die Mühle in Familienbesitz und wurde von Generation zu Generation weitergegeben.

Entwicklung im Laufe des letzten Jahrhunderts wird nachfolgend geschildert.

Erstes Bild der Mühle

  • Das erste Bild der Mühle von 1911

1911 

wurde das erste Bild der Mühle gemacht

Mehlausfuhr mittels Pferdewagen

  • Mehlausfuhr mittels Pferdewagen 1921

1921

entstand dieses Bild. Es zeigt den beladenen Pferdewagen. Die Säcke hatten damals 100 kg und mussten alle händisch verladen und abgeladen werden.

Neubau im Jahre 1921

  • Umbau der Mühle und des Wohnhauses 1921

1921

wurden Wohnhaus und Mühle umgebaut und vergrößert. 

Die Mühle wurde 1954 drastisch vergrößert

  • Aufstockung der Mühle im Jahre 1954

1954 

Nach etwas mehr als 30 Jahren wurde die Mühle abermals vergrößert. Mehrere Geschosse kamen dazu. Die Sicht von Vorne ist bis heute so geblieben.

Die ersten Walzenstühle

  • Die ersten Walzenstühle im Jahr 1956

1956

wurden die ersten beiden Walzenstühle gekauft. Das Bild zeigt unseren Opa Matthias Trockur beim Einstellen der Walzen.

Der erste LKW zur Mehlausfuhr

  • Erster LKW gekauft 1959

1959

wurde der erste LKW gekauft, um Bäcker, aber vor allem auch die privaten Haushalte mit Mehl zu beliefern. Mehl wurde verkauft wie heute noch mancherorts die Eier. Man fuhr mit einer Ladung abgepackten Mehles verschiedener Gebindegrößen durch die Ortschaften. Die Leute warteten schon und kauften die Menge Mehl ein, die sie bis zur nächsten Lieferung brauchten.

Historisch spannend, der LKW wurde am „Tag X“, also am 6. Juli 1959, gekauft. Das war der Tag der wirtschaftlichen Eingliederung des Saarlandes als 10 Bundesland in die BRD. An diesem Tag löste die Deutsche Mark den Franken als Währung im Saarland ab.

Die ersten Außensilos

1972

wurden die ersten Rundsilos rechts neben der Mühle aufgestellt. Dies bedeutete eine drastische Erhöhung der Lagerkapazität.

Getreideanlieferung fast nur in Säcken

  • Getreideanlieferung 1972 überwiegend in Säcken

1972

Das Bild zeigt, dass 1972 noch der überwiegende Anteil des Getreides in Säcken angeliefert wurde. Dementsprechend lange dauerte das Abladen. Während der Ernte wurde meist rund um die Uhr Getreide angenommen. Die Belastung für alle in der Mühle Beteiligten war dementsprechend groß.

 

Getreideanlieferung überwiegend lose

  • Getreideanlieferung lose 1975

1975

ab 1975 erfolgte die Getreideanlieferung fast nur noch lose. Die Mähdrescher wurden immer moderner, die Kapazitäten erhöhten sich jährlich. An den Nachtschichten bei der Ernte hatte sich jedoch noch leider nichts geändert.

Bau einer neuen Getreideannahme

  • Rohbau der neuen Getreideannahme
  • Die Getreideannahme nach dem Verputzen

1980-1982

Unser Vater begann 1980 mit dem Bau einer zusätzlichen Getreideannahme. Die während der Ernte angelieferten Getreidemengen waren mit einer Annahme nicht mehr zu bewältigen. Der Bau war eine Herausforderung und dauerte 2 Jahre bis zum Abschluss. 

Ab jetzt konnte das Getreide zügig angenommen, gereinigt und eingelagert werden.

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